Quadrocopter die praktischen Smart Guys

Ferngesteuerte Quadrocopter gehören derzeit zu den beliebtesten Gadgets im Modellflug-Bereich. Zunächst als „fliegende Drohnen“ im professionellen Einsatz sind die kleinen Fluggeräte mittlerweile auch auf zivilem Sektor auf dem Vormarsch. Modelle mit integrierter Kamera liefern erstklassige Aufnahmen aus der Vogelperspektive und schicken diese je nach Bauart in Echtzeit an ein Endgerät oder speichern sie zur späteren Nutzung.

 

shutterstock_207132043Quadrocopter im Zivildienst

Weitläufig sind Quadrocopter als Drohnen bekannt. Als solche können sie in vielen Bereichen bemannte Flüge ersetzen. Während die Industrie großes Interesse an der neuen Technologie zeigt, bremsen jedoch rechtliche Hürden den zivilen Einsatz in Deutschland. Ideen für die nichtmilitärische Nutzung gibt es reichlich.

 

Bauherren können damit ihre Projekte überwachen. Fotografen und Fernsehsender bekommen preiswerte Luftaufnahmen. Förster haben eine adäquate Möglichkeit, Waldbestände zu kontrollieren. Selbst das Inspizieren von Industrieanlagen durch Wartungsunternehmen lässt sich im Flug realisieren. Auch für den Katastrophendienst bieten sich Einsatzmöglichkeiten, wie der Abwurf von Medikamenten in Krisengebieten.

Die zivile Nutzung von Quadrocoptern unterliegt jedoch zahlreichen Regeln. Von größter Bedeutung ist natürlich die Sicherheit. Zudem gilt für die ferngesteuerten Drohnen hierzulande das deutsche Luftrecht mit all seinen Einschränkungen. Flugverbotszonen, die beispielsweise im Umkreis von Flughäfen, aber auch beim Oktoberfest in München oder anderen Großveranstaltungen gelten, dürfen keinesfalls missachtet werden. Die Flughöhe ist ebenfalls rechtlich beschränkt. Außerdem ist das Fliegen nur auf Sicht gestattet. Fluggeräte, die mehr als fünf Kilogramm wiegen oder einem kommerziellen Zweck dienen, benötigen eine Aufstiegserlaubnis.

Darüber hinaus sind bei Foto- und Filmaufnahmen presserechtliche Grundsätze zu beachten. Dies gilt auch im Privatbereich. Grundstückeigentümer können den direkten Überflug verwehren. Da selbst kleine Modelle einen nicht geringen Lärm verursachen, ist obendrein Rücksicht geboten. Wichtig sowohl für die gewerbliche als auch die private Nutzung ist eine spezielle Haftpflichtversicherung, da Unfälle und Schäden durch Quadrocopter über die normale Haftpflichtversicherung nicht abgedeckt sind.

 

shutterstock_231257827Vor- und Nachteile von Quadrocoptern

Derzeit gelten Quadrocopter als die populärsten Fluggeräte für Privateinsätze. Sie fliegen autonom, halten Position und Höhe selbstständig und sind in der Lage Kameras zu tragen. Ihr Flugverhalten ist jedoch statisch instabil. Im Gegensatz zu anderen Fluggeräten stabilisieren sie sich konstruktionsbedingt nicht selbst. Werden die vier Propeller nicht ständig aufeinander abgestimmt oder fällt einer aus, stürzen sie ab. Daher kommen für Einsätze mit teuren Kameras oder anderer kostspieliger Hardware eher Hexa- oder Octocopter zur Anwendung, bei denen ein Propellerausfall nicht solche weitreichenden Folgen nach sich zieht.

 

shutterstock_243269674Drohnen für den praktischen Einsatz

Für den zivilen Gebrauch hält der Handel zahlreiche Modelle bereit. Daneben finden sich viele Eigenentwicklungen und Privatprojekte. So werden neben den Quadrocoptern für die Luftbildfotografie auch Fluggeräte gebaut, die sich insbesondere für das Spaß- und Kunstfliegen eignen.

Diese Varianten bestehen aus den gleichen Grundelementen, jedoch gibt es Unterschiede hinsichtlich ihrer Masse und ihrer Leistung.

Für den semi-professionellen Einsatz wird beispielsweise der Phantom-Quadrocopter von DJI angeboten. Dieser ist mit intelligenter Elektronik vollgestopft, robust und einfach zu fliegen. Das Gerät wurde speziell für das Zusammenspiel mit einer Gopro-Hero-Kamera konzipiert. Die Kamerahalterung wird sogar mitgeliefert.

Nachdem bereits die erste Generation der AR.Drohne vom französischen Hersteller Parrot gute Dienste geleistet hat, ist mittlerweile auch die AR.Drohne 2.0 auf dem Markt.

Mit dieser durfte selbst Angela Merkel schon Bekanntschaft machen, als das Fluggerät während einer Wahlveranstaltung direkt vor ihrem Rednerpult surrte und kurz darauf auf der Bühne landete.

Für Hobby-Flieger genügen hingegen meist günstige RFT-Geräte oder Quadrocopter-Bausätze. Letztere bieten Bastelbegeisterten die Gelegenheit, selbst Hand anzulegen. Meist sind Motoren, Regler und Steuerelektronik bereits enthalten, sodass sich die Arbeit auf den Zusammenbau der Einzelteile beschränkt.